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About me

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Als ich 2007 aus dem beschaulichen Ostwestfalen, über den Umweg Münsterland, nach Düsseldorf gezogen bin, da waren mir viele Dinge im Rheinland neu. Wenn man so die ersten Gehversuche in der neuen Umgebung macht, dann kann man nur hoffen, dass die Menschen in der neuen Stadt es einem einfach machen sich einzuleben. Ich für meinen Teil kann rückblickend nur sagen, dass die Düsseldorfer es mir wirklich sehr einfach gemacht haben! Der Rheinländer ist ja bekanntlich eine Frohnatur. Und auch wenn der Ostwestfale definitiv nicht zum Lachen in den Keller geht (meistens komme ich lediglich grinsend mit einer Flasche Wein in der Hand dort raus), so ist einem Paderborner diese rheinische Offenheit doch erst einmal ein wenig suspekt. Das war auch einer der Gründe dafür, dass ich das Prinzip des Büdchens / der Bude / der Trinkhalle nicht auf Anhieb verstanden habe.

Mir waren die oben genannten Begriffe nur unter dem Namen „Kiosk“ geläufig. Des Weiteren war für mich immer klar, dass man an so einem Kiosk seine Zeitschriften, Zigaretten, Bierchen, Kaugummis, etc. kauft, um sich danach mit seinen Errungenschaften nach Hause auf die Couch zu begeben. Vorausgesetzt natürlich nur, man findet überhaupt noch irgendwo einen Kiosk!

In Düsseldorf musste ich feststellen, dass der „Kiosk“ fast überall zu finden ist und das Bild der einzelnen Stadtteile sehr stark prägt. Man kauft dort nämlich nicht nur etwas ein. Am besten trinkt man vor Ort ein Bierchen und quatscht mit dem Besitzer und den anderen Gästen über Gott und die Welt. Man kennt sich, man schätzt sich und man tauscht sich auch über die neuesten Meldungen aus dem Viertel aus. Wenn man abends überraschend Besuch bekommt und es fehlt einem an Getränken und Knabberzeugs, so ist der nächste „Kiosk“ bestimmt nicht weit und er hat auch garantiert noch geöffnet. Vom Anzugträger bis zum Flaschensammler trifft man hier jeden an. Es ist ein bunter Querschnitt durch die Gesellschaft und manchmal habe ich das Gefühl, dass sich Leute aus den unterschiedlichsten Kreisen selten so nahe kommen.

Aus diesem Grund habe ich auch sehr bald damit aufgehört das Wort „Kiosk“ zu benutzen und gebrauche stattdessen lieber den Begriff  Bude bzw. Büdchen. Dieser Ausdruck spiegelt nämlich viel deutlicher das Gefühl wider, welches an und in diesen Buden herrscht. Es ist ein gemütlicher Treffpunkt, wo sich unterschiedliche Menschen begegnen, während sie ähnliche Dinge kaufen. Es hat etwas von Jahrmarkt und Rummel.

Deshalb habe ich mich auch dafür entschieden, meinen Blog Weinbude zu nennen. Denn ich möchte hier auf ungezwungene Art und Weise das Thema Wein für die verschiedenen Leser interessant machen. Es soll deutlich werden, dass Wein kein elitäres Thema ist und vielmehr damit verbunden ist als die Frage: “Rot oder Weiß?“

Ich bin vor neun Jahre  mit dem Thema Wein zum ersten Mal bewusst in Berührung gekommen. Damals habe ich mit meiner Frau ein Wochenende an der Mosel verbracht und wir haben dort einige kleine Winzer besucht. Die Weinberge, die Keller mit den Fässern und natürlich der Geschmack des Moselrieslings haben mich derart fasziniert, dass ich anschließend so viel wie möglich über den Wein lernen wollte. Da ich auch noch ein „normales“ Berufsleben habe ging das zunächst einmal nur über das „Selbststudium“ mittels verschiedenster Fachlektüre. Im Laufe der Jahre besuchte ich immer mehr Seminare (Sensorik, etc.), bis ich schließlich im Herbst 2013 ein zweimonatiges Wochenendseminar an der Deutschen Wein- und Sommelierschule mit dem IHK geprüften Zertifikat „Wein Expert Bronze“ abgeschlossen habe. In diesem Rahmen habe ich dann auch noch zusätzlich den „WSET Level 2 Award“ des „Wine and Spirits Education Trust“ erworben. Während dieser Seminarzeit und dem spannenden Austausch mit gleichgesinnten Weinenthusiasten kam mir die Idee zu diesem Blog. Mittlerweile habe ich auch den Kurs „Wein Expert Silber und “Wein Expert Gold” nebst WSET Level 3 Award bestanden.

Nun ist einige Zeit vergangen und ich werde den Sprung von der digitalen in die “ reale” Welt wagen. Ab April 2019 werde ich Pipos Weinbude zum Leben erwecken und aus meinem privaten Keller heraus spannende Weine von innovativen Winzern verkaufen. Ganz persönlich und sehr individuell. Darüber hinaus werde ich immer mal wieder spannende Weinproben geben. Dieser Blog wird euch über das Sortiment und alles weitere immer auf dem Laufenden halten. Ihr dürft gespannt sein. Ich bin es bereits jetzt schon

Viel Spaß beim Lesen!!

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